P. Munda
P. Ferenci

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen!

Nach einem Ausflug nach Graz im Jahr 2016 kehrt der Lebertag wieder in seine „Heimatstadt“ zurück – noch dazu in eine neue, wunderschöne, sehr zentral gelegenen Location!

Das positive Feedback hat uns ermutigt, das Konzept fortzusetzen und so wollen wir Ihnen auch heuer innerhalb eines Tages einen kompakten Überblick über Diagnose und Therapie von Lebererkrankungen sowie über spezielle Situationen bzw. Krankheitsbilder geben. Es war uns bei der Themenwahl wieder sehr wichtig, den Focus auf Praxisnähe zu legen, sodass Sie am Ende dieses Tages mit Wissen nach Hause gehen, das Ihnen in Ihrem Praxis-oder Spitalsalltag weiterhilft.

Der erste Themenblock widmet sich der Diagnose von Lebererkrankungen allgemein, der Beurteilung des Schweregrades, aber auch spezifischen diagnostischen Vorgangsweisen. So soll vor allem ein wenig Licht in den Dschungel der Diagnose der verschiedenen Virushepatitiden gebracht und die Definition der nicht-alkoholischen Fettlebererkrankung(en?) erläutert werden. Außerdem wird auch ein Pathologe zu Wort kommen, um die Bedeutung der Leberbiopsie in der Diagnose und Differentialdiagnose von Hepatopathien zu erörtern.

Im zweiten Block bekommen Sie einen Überblick über aktuelle Therapiestrategien bei Lebererkrankungen. Insbesondere die Erfolgsstory der Hepatitis C Therapie und die aktuelle Situation der Verschreibungsmöglichkeiten in Österreich stehen nach wie vor im Brennpunkt, aber auch bei Fettleber sowie cholestatischen und autoimmunen Lebererkrankungen sind therapeutisch große Fortschritte im Gange. Außerdem wird das Thema Sucht und Lebererkrankung, das ja im Praxisalltag häufig vorkommt, beleuchtet.

Nach der Mittagspause stehen im dritten Block Medikamente im Mittelpunkt. Oft ist nicht klar, was der Leber guttut und was nicht, wie z.B. Statine lange Zeit in Misskredit gebracht wurden. Außerdem werden die Therapien, die wir routinemäßig bei Leberzirrhose anwenden, kritisch beleuchtet und die Bedeutung von supportiven Massnahmen wie Ernährung und Vitaminsubstitution sowie Impfungen erläutert.
Der letzte Themenblock ist für den Praxisalltag wahrscheinlich der wichtigste – da geht es nämlich um das frühzeitige Erkennen von Komplikationen chronischer Leberkrankheiten und deren Therapie, denn damit kann man Leben retten! Egal ob Blutung, Aszites, Enzephalopathie oder hepatorenales Syndrom – nur durch rasches Erkennen und richtiges Vorgehen kann man in dieser späten Phase der Erkrankung noch die Mortalität reduzieren.

Wir hoffen, dass wir mit diesem Programm dem Motto „Hepatologie praxisnah“ gerecht werden können und wünschen Ihnen einen spannenden und lehrreichen Lebertag 2017 in Wien!

Univ.-Prof. Dr. Petra Munda
Abteilung für Gastroenterologie und Hepatologie
der Universitätsklinik für Innere Medizin III
Medizinische Universität Wien

Univ.-Prof. Dr. Peter Ferenci
Abteilung für Gastroenterologie und Hepatologie
der Universitätsklinik für Innere Medizin III
Medizinische Universität Wien

Wissenschaftliche Leitung